Während sich der Energiemix zunehmend auf sauberere Brennstoffe verlagert, gewinnt Erdgas weiterhin an Bedeutung. Das im Erdgas enthaltene Quecksilber stellt jedoch eine Bedrohung für die Anlagenintegrität, die Gesundheit der Beschäftigten und die Umwelt dar.
Die metallurgischen Eigenschaften von Quecksilber beeinträchtigen die strukturelle Stabilität von Verarbeitungsanlagen.
Wird Quecksilber nicht auf ausreichend niedrige Werte reduziert, führt die anhaltende Einwirkung auf Aluminiumkomponenten zu Versprödung, Rissbildung, beschleunigtem Materialabbau und letztlich zu katastrophalem Anlagenausfall.
Diese Schäden können erhebliche Sachschäden, den Verlust von Menschenleben sowie wirtschaftliche Verluste durch Unterbrechungen der Gasversorgung verursachen.
Daher ist es unerlässlich, vorbeugende Maßnahmen zu ergreifen, um diese Risiken zu mindern und die Sicherheit sowie Zuverlässigkeit der Erdgasproduktionsinfrastruktur zu gewährleisten.
Eine präzise Quecksilberüberwachung ist daher von entscheidender Bedeutung.
Risiko reduzieren
In Verarbeitungsanlagen kann Quecksilber während der Gasaufbereitung entfernt werden. Dies geschieht in der Regel durch den Einsatz von. Quecksilberentfernungseinheiten (MRUs), die als Inline-Filtersysteme installiert werden. Doch das allein reicht nicht aus. Betreiber benötigen zudem die Gewissheit, dass diese Systeme effektiv arbeiten. Die Überwachung der Quecksilberkonzentrationen im Zu-, Zwischen- und Ablauf der MRUs liefert Echtzeiteinblicke. So erhalten Betreiber die volle Kontrolle und können die Quecksilberentfernung maximieren.
Die Aufrechterhaltung der Probenintegrität während des gesamten Messprozesses ist komplex, da Proben aus Hochdruckgasleitungen entnommen, mehreren Konditionierungsstufen unterzogen und anschließend bei Umgebungsdruck analysiert werden. Hinzu kommt, dass das gesamte System für den Einsatz in explosionsgefährdeten
Bereichen zertifiziert sein muss – was die Entwicklung einer geeigneten Überwachungslösung zusätzlich erschwert.
Eine End-to-End-Lösung
Die Bewältigung dieser Herausforderung erfordert mehr als herkömmliche Überwachungssysteme. Anwender benötigen eine schlüsselfertige Lösung, die speziell für diese Anwendung konzipiert ist. Dank des Fachwissens unserer Teammitglieder – ehemals bei Mercury Instruments in Deutschland – und unseres Systemintegrationsteams im Vereinigten Königreich kann ENVEA genau diese Lösung liefern.
Expertise im Einsatz: Jafurah-Projekt
Unser Know-how kam kürzlich beim Jafurah-Verarbeitungsprojekt in Saudi-Arabien zum Einsatz – einem der größten flüssiggasreichen Schiefergasprojekte im Nahen Osten mit 200 Billionen Standardkubikfuß förderbarem Gas.
Im Rahmen dieses Projekts liefern wir 12 komplette Systeme zur sicheren und zuverlässigen Quecksilberüberwachung. Dazu gehören mehrere hochleistungsfähige, ultraempfindliche UT-3000-Spurquecksilber-Analysatoren, kombiniert mit kundenspezifisch entwickelten Probenahme- und Konditionierungssystemen. Gemeinsam gewährleisten sie präzise und reproduzierbare Messungen – selbst unter den anspruchsvollsten Überwachungsbedingungen.
Schutz der Erdgasverarbeitung
ENVEA bietet innovative Lösungen zur Quecksilberüberwachung für die Erdgasverarbeitung sowie für zahlreiche weitere Anwendungen.
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