Abgasemissionen einer EFW-Anlage enthalten eine Vielzahl gasförmiger Verbindungen, die unter die Industrieemissionsrichtlinie (IE-RL oder IED) fallen.
Zwei dieser gasförmigen Verbindungen sind Chlorwasserstoff (HCl) und Schwefeldioxid (SO₂), beides saure Gase. Im Normalbetrieb werden beide Gase in geringen Mengen in EFW-Anlagen freigesetzt.
Die geringen Emissionsmengen sind das Ergebnis einer sehr guten Reinigungskontrolltechnologie. Kalk wird in die Reinigungsanlage eingespritzt und „wäscht“ effektiv alle sauren Komponenten aus dem Gasstrom aus.
Angesichts der inhomogenen Zusammensetzung des Ausgangsmaterials (Abfall aus der aus Abfalltonne) kann die HCl- und SO₂-Konzentration allerdings schwanken, weshalb beide Werte sorgfältig zu überwachen sind.
In der neuesten Fassung der IE-RL wurden die Emissionsgrenzwerte drastisch gesenkt.


Bislang haben die Betreiber die endgültigen Emissionen in die Atmosphäre überwacht und daraufhin die benötigte Menge an Kalkreagenz geschätzt.
Eine Förderschnecke hat dann im Versuch, die Emissionen zu reduzieren, die Kalkeinspritzmenge in den Gasstrom entsprechend erhöht oder verringert.
Das Problem bei dieser Methode ist die Abhängigkeit von einer „Feedback-Technik“. Die Betreiber haben häufig zu viel Kalk zugegeben.
Eine Überdosierung kommt häufig vor, hat jedoch ihren Preis – sowohl mit Blick auf die Verletzung der Emissionsgrenzwerte als auch auf die Verschwendung von Kalk.
Herausforderung 1: Präzise Messung des HCl-Gehalts im Rohgas zur Vermeidung einer Überdosierung des trockenen basischen Reagenzes.
Herausforderung 2: Einhaltung der sinkenden Emissionsgrenzwerte (HCl von 10 mg/m³ auf 8 mg/m³ für bestehende Anlagen).
Die EFW-Anlage in Hampshire wandte sich an ENVEA und fragte nach einer kostensparenden Lösung, die sich an künftige Gesetzesänderungen anpassen lässt.
Der TDL LAS 5000XD wurde vorgeschlagen, auch wenn dieses Gerät lediglich auf die HCl-Messung begrenzt ist. Die Fachkenntnisse von ENVEA hinsichtlich des EFW- Prozesses, die bekannte Konzentration des Rohgases und die ELV belegten, dass mit einer Kontrolle des HCl-Gehalts auch der SO₂-Gehalt quasi als Nebeneffekt kontrolliert wird.
In einer Erprobung des In-situ-Gas-Analysators wurde das HCl-Prozessgas vor der Reinigung gemessen, sodass eine genaue Menge an Kalk zugegeben werden konnte.
Der LAS 5000XD ist eine präzise, zuverlässige und wartungsfreie Lösung. Das Gerät misst den HCl-Gehalt, sodass die Anlage im vollautomatischen Modus betrieben werden kann, der die Kalkdosierung anhand der Messwerte des LAS 5000XD kontrolliert.
Nun kann der LAS 5000XD die Rohgasmessung vor der Reinigung durchführen und damit den Vorschub steuern.
Diese Lösung wurde von den Betreibern weithin begrüßt, da die Reinigungsanlage damit erstmals seit Inbetriebnahme vollständig automatisiert lief.

✅ Vollautomatisierter Betrieb der Anlage ohne Eingreifen des Bedienpersonals; höhere Genauigkeit ohne Rückgriff auf bloße Vermutungen.
✅ Einhaltung der aktuellen Emissionsgrenzwerte (ELV) und Unterstützung künftiger BREF-Anforderungen.
✅ Amortisierung – Einsparungen bei der Kalkdosierung von 21.000 £ pro Strom.
✅ Wartungsfreiheit – Weniger Ausfallzeiten, die ansonsten für die Wartung von Teilen anfallen würden.
Interesse? Hier erfahren Sie mehr über den LAS 5000XD.